SITZ
Mit Werken von Siegfried Amtmann, Veronika Dreier, Fria Elfen, Lis Gort, Alex Grimm, Monika Eliette Jandl, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Ingeborg Pock, Wolfgang Rahs, Werner Schimpl, Johannes Schweighofer, Jutta Steininger, Edith Temmel und Krista Titz-Tornquist
Zeit, Ort und Anlass zur Auseinandersetzung mit SITZ geschehen nicht zufällig. Die Gruppe 77 setzt ihre Auseinandersetzung mit Alltagsdingen fort, nach KUNSTRASEN und KUNSTBOX beschäftigen wir uns mit SITZ. Klappstühle wechseln ihre Funktion und geraten in jedem Fall zu Artefakten innerer und äußerer Wirklichkeit.
SITZ – ein Sessel, wie an seinem Erscheinungsbild zu erkennen ist. Sitzfläche, Lehne, Beine – wir wissen aus Erfahrung, wofür das Ding gut ist. Sein Real-sein besteht ganz allgemein im funktionalen Zweck zur Erfüllung von Bedürfnissen nach Bequemlichkeit, Brauchbarkeit, leichter Aufbewahrung, ökonomischer Herstellung, Vertrieb. In seinen Eigenschaften: gefällig, praktikabel, pflegeleicht.
Und was macht die Kunst samt ihren Diskursen mit so einem Ding? Zuweilen hochtrabend, zuweilen klug bearbeitet sie die „Verklärung des Gewöhnlichen“ (Arthur C. Danto, ein Philosoph), die „Verwandlung des Banalen“ (Karlheinz Lüdeking, ein Kunsthistoriker) in ein Objekt, dass sich anbietet, die Differenz von alltagswirklichem Zeug und Kunstwerk zu hinterfragen, zugleich aber auch die „ewige Neuheit“, die der Kunstbetrieb verlangt.
Auszug aus Jutta Steiningers Vorwort in dem zur Ausstellung erscheinenden Katalog.
Vernissage:Samstag, 30. Juni 2026, 11 Uhr
Begrüßung: Jutta Steininger
Einführende Worte: Marlies Schöck, Kunsthistorikerin, Graz
Finissage: Samstag, 27. Juni 2026, 11 Uhr
Ausstellungsdauer:
30. Mai bis 27. Juni 2026
im Kunstraum der Gruppe 77, PLÜ23
Plüddemanngasse 23, 8010 Graz
Öffnungszeiten:
Freitag von 16 – 19 Uhr
Samstag von 11 – 14 Uhr
Auf Anfrage auch zu anderen Zeiten