AKTUELLE AUSSTELLUNG

KUNSTRASEN

Mit Werken von Siegfried Amtmann, Lis Gort / Jutta Steininger, Hans Jandl, Luise Kloos, Erwin Lackner, Erika Lojen, Ingeborg Pock, Claus Rudolf N. Reschen, Wolfgang Rahs, Krista Titz-Tornquist und Johannes Schweighofer

Mitte 2023 rückte ein Ausstellungsprojekt unter dem Titel „KUNSTRASEN“ in den Fokus der Aufmerksamkeit. Interessierten der Gruppe 77 wurde ein Stück Kunstrasen übergeben, verbunden mit der Auflage, sich diesem Objekt künstlerisch zu widmen. Bearbeitung, Zuschnitt, Veränderungen, Anpassungen unterlagen keinerlei Beschränkungen, Vorgabe war lediglich, dieses „Rasenstück“ als materiellen Teil dem Kunstwerk anzuverwandeln. Dreizehn Künstlerinnen und Künstler gelang es, dem Thema eine Vielfalt konzeptioneller Projektionen abzugewinnen.

Kunstrasen: Das Spiel mit dem Wort triggert vielgestaltig: -Rasen, -Hasen, -Phasen, Rasen, Rosen, Riesen. Doppeldeutigkeiten in Plastik und plastisch, resilient und haltbar, unverrottbar, Müll, waste yard. Organisch und anorganisch: künstlich – künstlerisch, künstlich – natürlich. Ein Klassiker „natürlicher“ Anschauung, Albrecht Dürers „Großes Rasenstück“ von 1503, taucht sofort im Assoziationsfeld auf. Mehrfache Interpretationen, Umkehrungen ins Gegenteil, diverses Jonglieren und Reimen inspiriert. Rasen - Kunstrasen – Kunstrosen. Kunst und Wirklichkeit und Fiktion und Illusion und Imagination und Poesie und Ernsthaftigkeit. Kunst und Natur. Ähnlichkeit, Übereinstimmung, Abweichung. Finestra aperta – Fenster zur Wirklichkeit. Mikroplastik und Eigenart. Artificial intelligence – artistic intelligence. Grass patch – art match.

Ausgangsobjekt war also ein rechteckig zugeschnittener schrill grüner Plastik-Flecken, 40 mal 50 cm groß. Kunstrasen eben. Und das Wort selbst prägnant genug, sich als Signum für das Unterfangen anzubieten. Im Kontext von Kunst und Konzept eröffnen sowohl die Bezeichnung wie das materielle Substrat ganz offensichtlich ein Spektrum an metaphorischen, ideellen, skeptischen, kritischen, sarkastischen, poetischen Aspekten für künstlerisches Denken und Arbeiten. Kein Wunder, dass sich recht verschiedene Positionen herauskristallisierten, um den Kunstraum PLUE23 im Juni 2024 zu bespielen.

Jutta Steininger

Vernissage: Samstag 15. Juni 2024 von 11 – 13 Uhr

Begrüßung: Erwin Lackner, Präsident der Gruppe 77

Einführende Worte: Marlies Schöck, Kunsthistorikerin, Graz

Finissage: Samstag, 6. Juli 2024 von 11 – 13 Uhr

Ausstellungsdauer:
15. Juni bis 6. Juli 2024
im Kunstraum der Gruppe 77, PLÜ23
Plüddemanngasse 23, 8010 Graz

Öffnungszeiten:
Donnerstag und Freitag jeweils von 15 – 18 Uhr
Samstag von 11 – 14 Uhr

PLÜ23 – RAUM FÜR KUNST

Ein Kunstraum der Gruppe 77

Am 22. Oktober 2019 war es soweit! Die Gruppe 77 eröffnete den neuen Raum für Kunst PLÜ23 mit der Ausstellung des Gründungsmitgliedes der Gruppe 77 Gerhard Lojen „Struktur trifft Farbe“.

In weiterer Folge werden die einzelnen Mitglieder der Gruppe 77 in Kooperation mit jungen KunstkollegInnen Neues aus ihren Produktionen präsentieren. Aber auch verdiente Gründungsmitglieder der Gruppe sollen immer wieder ausgestellt werden. Der Raum bietet Platz für den Dialog mit zeitgenössischen Kunstschaffenden in der Steiermark und darüber hinaus – pflegte doch die Gruppe seit ihres Bestehens immer wieder auch internationalen Austausch. Damit knüpft der Raum an die langjährige Tradition der Gruppe 77 an, in der Aktion „Kunst auf Zeit“ die Begegnung mit jungen KünstlerInnen zu forcieren.

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