1996 Ginkgo

Ein Entwurf für einen Wettbewerb für ein Krankenhaus in Meran.

 

Der organische Teil des Lebens entwickelt sich aus einer Vielzahl von Prozessen, die auf wechselnden Spannungen zwischen einzelnen Elementen beruhen. unterschiedliche Spannungspotentiale tendieren durch innere Bewegungen zum Ausgleich, und so müssen die zur Erhaltung lebensnotwendiger Vorgänge erforderlichen Spannungen immer wieder neu aufgebaut werden. Das hat innerhalb bestimmter Grenzen zu geschehen. Steigen die inneren Kräfte zu stark an oder fallen sie aus bricht das System zusammen.

Alles organische Leben ist verwoben in einem dichten Gefüge derartiger Organisationen. Davon geht das zum Wettbewerb vorgeschlagene Projekt GINKGO aus.

In dem etwa in der Mitte des neuen Krankenhauses in Meran bestehenden und senkrecht über die Geschosse durchgehenden Lichthof des Turmes A soll, gleichsam als lebendige zentrale Achse, ein Ginkgo-Baum gepflanzt werden. Er ist Herz und Konzentrationspunkt eines Spannungsfeldes, das sich über das Gelände ausdehnt und das seine östliche Begrenzung in der von einer Ginkgo-Allee begleiteten St. Franziskus-Straße hat. Im Westen wird die Feldbreite an dem zum Doeblhof führenden Weg durch einen 65m langen, 70cm breiten und 38cm hohen Kupferbalken auf einem 30cm hohen Betonsockel markiert. Die äußersten Schnittpunkte an der Laurien-Straße bezeichnen zwei Kupferblöcke im Ausmaß von 70x70x38cm über einem 30cm hohen Sockel.

Dokumentation:
Werkbuch